Firmengeschichte VOG


Die Gründung der VOG geht zurück auf das Jahr 1916, als infolge einer Zuckerversorgungskrise während des ersten Weltkrieges 21 Lebensmittelgroßhändler aus Oberösterreich eine Einkaufsgemeinschaft gründen: die V-ereinigung O-berösterreichischer G-roßzuckerhändler mit Sitz in Linz. Nach der erfolgreichen Bewältigung der Unterversorgung ist die ursprüngliche Mission der VOG erfüllt, und es wird über die Weiterführung des inzwischen bewährten Unternehmens mit neuem Betätigungsfeld entschieden. 1929 wird eine Gewürzmühle samt Abpackvorrichtung angeschafft. Der Import von klassischen Kolonialwaren verbunden mit dem Alleinverkaufsrecht für Oberösterreich ermöglicht eine interessante Geschäftsausweitung. Hamburg als großer Seehafen und Sitz bedeutender Handelshäuser ist für die VOG die Brücke nach Übersee und den von dort stammenden Produkten. Im Jahr 1932 wird die Wort-Bildmarke PLUTO als Warenzeichen für alle Packartikel eingetragen und erreicht insbesondere bei Margarine und Seife große Bedeutung. Das Geschäft mit Zucker spielt nach wie vor eine große Rolle und hilft der VOG, die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre und auch die Wirren des 2. Weltkrieges zu überdauern.

 

Ludwig Christ, a VOG első ügyvezetője

Ludwig Christ,
erster Geschäftsführer
der VOG

 

Nach dem Ende der Lebensmittelbewirtschaftung beginnt der Aufstieg der VOG GesmbH. 1951 werden die Magazine und Büros in die Derfflingerstraße verlegt. Doch auch dort wird es rasch zu klein: 1965 entsteht in Linz-Wegscheid ein neues Betriebsgebäude. Es umfasst neben den Büros ein großes Lagerhaus. Das Geschäftsfeld dieser Zeit ist erkennbar, wenn man sich vor Augen führt, dass damals in diesem Neubau Platz für folgende Einrichtungen geschaffen werden musste: ein eigenes Zoll-Lager für Transitgüter, eine Bananen-Reifeanlage, ein Packbetrieb samt Mühle für Gewürze, eine automatische Honigabfüllanlage, eine vollautomatische Karton-Abpackmaschine für Hülsenfrüchte und Sämereien sowie eine Weinkellerei.

 

Protokoll der Gründungsversammlung der VOG

Protokoll der
Gründungsversammlung der VOG

 

 

Eine rasante Entwicklung läutet das Unternehmen Anfang der 60 er Jahre ein, als der Beschluss gefasst wird, das Geschäft auch auf Nicht-Gesellschafter auszuweiten. Diese Entscheidung ist unumgänglich, da das Entstehen der Handelsketten bzw. Filialisten sowie der Selbstbedienungsläden die Situation und die Funktionsaufteilung des Lebensmittelhandels gravierend ändert. Die VOG erkennt diese Dynamik rechtzeitig und baut Ihre Rolle als Importeur und Lagerhalter nach und nach aus. Sie spezialisiert sich auf Funktionen im Rahmen des Importgeschäftes, die für die einzelnen Großhändler zu teuer bzw. zu aufwändig sind und macht sich darin österreichweit einen Namen. Parallel dazu werden viele Generalvertretungen internationaler Markenartikel für Österreich übernommen. 1969 wird der Grundstein für das Geschäft mit Getränken und Non-Food gelegt. Im Gegenzug werden die Aktivitäten mit Gewürzen, Honig, Hülsenfrüchten und Sämereien zurückgenommen und Spezialisten überlassen.

In den 70er Jahren geht es Schlag auf Schlag: zuerst werden die Speditionsaufgaben ausgegliedert und in der neu gegründeten Tochterfirma Vogtrans Speditions GesmbH zusammengefasst. In Mautern in der Steiermark wird die Fa. Packdienst erworben und als Zentrum für die Abpackung sämtlicher Trockenfrüchte installiert. In Tirol wird für eine effizientere Warenabwicklung für Westösterreich ein Großhandelslager übernommen. Gleichzeitig legt man dort den Grundstein für die Handelsagentur Transagent und bündelt darin sämtliche internationalen Vertretung der VOG Gruppe. Nachfolgend wird Transagent mit der Agentur LEHAG fusioniert und nach Wien verlegt. 1977 folgt die Gründung der Getränkehandelshaus GesmbH, in der sich der gesamte Getränkeimport konzentriert.

 

Früher wurde alles in Säcken gelagert, abgepackt wurde im Geschäft...
Früher wurde alles in Säcken gelagert,
abgepackt wurde im Geschäft...

 

Anfang der 80 er Jahre wird das Frischdienstgeschäft eingestellt. 1984 geht es das erste Mal ins Ausland: in Hongkong wird mit der Westside Austria Ltd. ein Einkaufsbüro für den Bereich Nonfood begründet. Nur zwei Jahre später erfolgt mit der Übernahme der Weinkellerei Lenz Moser in Rohrendorf bei Krems der Einstieg in die Lebensmittelproduktion. Diese wird kontinuierlich zur größten Weinkellerei Österreichs ausgebaut. Das Ende des Kommunismus und die nachfolgende Ostöffnung werden 1989 offensiv genutzt: Gemeinsam mit dem Schärdinger Oberösterreichischen
Molkereiverband wird in Bük in Westungarn eine Fabrik für Tiernahrung errichtet und die Marke Darling ins Leben gerufen. Das Investment ist sehr erfolgreich und kann 1997 an den internationalen Nahrungsmittelkonzern Nestle verkauft werden.

Die 90er Jahre sind geprägt vom Beitritt Österreichs zur EU. Dieser zieht einschneidende außenhandelsrechtliche Veränderungen nach sich. Die Handelsszene ändert sich neuerlich gravierend. Die Schlagworte heißen Konzentration und Internationalisierung. Die Anforderungen an ein Import- bzw. Großhandelshaus werden neu definiert. Die VOG wird in eine AG umgewandelt, beschließt eine Neuorientierung und setzt auf eine Doppelstrategie: verstärktes Engagement in die Herstellung eigener Produkte und Marken sowie den Aufbau von Auslandsmärkten.

In diesem Bewusstsein übernimmt die VOG 1993 die Ölmühle in Aschach. Es gelingt dort mit dem Premiumprodukt Rapso, 100% reines Rapsöl, einen international erfolgreichen Markenartikel zu etablieren. 2000 wird mit der Fa. Imgro in Wien ein Markenartikler erworben, der bezüglich Trockenfrüchte, Konserven sowie Feinkost die starke Position der VOG absichert. Die zweite wichtige Maßnahme zur Steigerung und Sicherung
des Unternehmenswachstums ist das verstärkte Engagement im Ausland. Seit 1990 werden nacheinander Vertriebstöchter in Ungarn, Tschechien, Deutschland

Adresse H-9737 Bük, VOG út 1. (Pf.:23)
Telefon, Fax +36 94 558 100
H-9737 Bük, VOG út 1. (Pf.:23)
+36 94 558 100